Saufalarm! – Der Alkoholkonsum in Deutschland ist zu hoch

Da die wenigsten Menschen alleine zu Hause Alkohol trinken, ist davon auszugehen, dass der Großteil alkoholischer Getränke in Bars, Restaurants und auf Partys getrunken wird. Schenkt man Medienberichten etwas Aufmerksamkeit und schaut ab und zu auf Statistiken, fallen einem die Warnungen vor zu hohem Alkoholkonsum in Deutschland auf. Das lässt sich auch einfach in der „Liste der Länder nach Alkoholkonsum“ im Internet nachlesen, wo Deutschland derzeit mit 11,8 Litern pro Kopf und Jahr auf Platz 23 liegt.

„Und wo liegt das Problem?“ könnte manch eine(r) jetzt fragen. Abstrakt betrachtet ist dieser Listenrang bei fast 200 Ländern weltweit vielleicht gar nicht so schlimm, immerhin liegt Frankreich ja noch 5 Plätze weiter vorne. Deutschland hat aber nun einmal den Ruf, das Land der Dichter und Denker zu sein und lebt im Wesentlichen von seinem Technologie- und Know-how-Vorsprung anderen Ländern gegenüber. Wirtschaftlich ist Deutschland das stärkste Land Europas, aber wenn das auch so bleiben soll, passt das nicht mit dem steigenden Alkoholkonsum zusammen, denn Alkohol benebelt bekanntlich die Sinne.

Machen wir mal eine kurze Überschlagsrechnung. Hochprozentige Spirituosen haben ca. 40 Vol. % Alkohol, was bei einem Liter 400 ml entspricht. Wer also im Schnitt rund 12 Liter = 12.000 ml reinen Alkohols im Jahr trinkt, konsumiert durchschnittlich 30 Flaschen Schnaps, Whisky oder Wodka. Die Liste gilt für Menschen ab 15 Jahre, d. h. rein rechnerisch jeder Deutsche, auch wer real gar keinen Alkohol trinkt. 30 Flaschen Schnaps in 52 Wochen, das ist schon eine stramme Leistung. Bei Bier werden die Zahlen noch abenteuerlicher, denn ein Liter Bier hat gerade mal 4,5 – 5 Vol. % Alkohol, also 45–50 ml je Liter. Damit kämen wir dann auf 240 – 270 Liter = 480 – 540 Flaschen Bier (0,5 l) pro Jahr und 365 Tagen, also bis zu 1,5 Flaschen jeden Tag. Wer also nur einmal am Wochenende trinkt, müsste dann schon 7 x 1,5 = 10,5 Flaschen Bier trinken.

Sorry, aber das ist definitiv zu viel!

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